Hallo Radler,
alle mit einen K2-Stempel haben mich bei unserer CTF oben im Wald gesehen, die 19er und völlig verfahrenen 31/46er sehen mich unter www.radsport-westfalen-mitte.de/joomla/index.php?/premiere-mit-hindernissen.htm auf dem letzten Foto von Norberts Beitrag: roter Südwester und lachend, weil ahnungslos was uns noch erwartet.
An die Veranstaltergemeinschaft habe ich mit der Bitte um Weiterverbreitung schon gemailt:
Erstmal vielen Dank an die 379 Teilnehmer, die sich bei diesem original Schweinewetter über die auf 13,4 km komplett „abgeschilderte“ Strecke gekämpft haben. Ich stand oben auf K2 ganz allein im Walde (war auch sch….) und muss euch ehrlich sagen: Ich habe noch nie so viele Helden gesehen!
Für die entfernte Streckenkennzeichnung, bis auf ein einziges Flatterband alles sorgfältig abgeräumt, bitten wir natürlich um Entschuldigung, auch wenn man gegen so eine massive Sabotage fast machtlos ist. Es gab von einigen Teilnehmern Hinweise auf einen Pickupfahrer, der sich wütend äußerte, man dürfe nicht durch seinen Wald fahren. Bitte alle Hinweise hierzu direkt an mich (Helmut Heppner hehepp@t-online.de). Ich möchte diesen Herrn unbedingt ausfindig machen, auch wenn es rückblickend nicht mehr hilft. Aber diese Zeitgenossen muss man einfach in die Schranken weisen und über unsere Rechte aufklären. Schließlich geht es um unseren Sport und das schönste Freizeitvergnügen.
Selbstverständlich war die Strecke von der Aufsichtsbehörde und von jedem einzelnen Eigentümer genehmigt. Der betroffene Abschnitt verteilt sich übrigens auf fünf verschiedene Eigentümer.
Inzwischen habe ich weitere Hinweise auf einen silberfarbenen BMW-Kombi und einen 4x4 von Forst NRW. Ein Schelm, der hier eine konzertierte Aktion von Forst & Jagd vermuten.
Aber ich möchte das hier nicht nur wiederholen, sondern direkt auf eure kritischen Kommentare bei Radsport-Westfalen-Mitte eingehen.
Nach dem Start bin ich mit dem Bike zu K2 hochgefahren, teilweise (nicht ganz) auf der original Strecke, auf der die Kennzeichnung (Flatterband rot-weis) noch hing. Auf der Waldschneise habe ich dann das erste fehlende Band bemerkt, nachgeschildert, beim dritten fehlenden Band K1 angerufen, dass wahrscheinlich weiter unten ab K1 alles fehlt und das die Teilnehmer unbedingt darauf hingewiesen werden müssen. Hat K1 im Rahmen der Möglichkeiten auch getan, was in einem schnell durchgehenden 20er-Pulk aber nicht bei jedem ankam, leider, aber logisch. Als ich dann auf K2 angekommen und “stempelklar war“, habe ich Start/Ziel informiert. Heinz ist dann mit seinem 4x4 ins Aupketal zu einer evtl. kritischen Kreuzung gefahren und hat den
Teilnehmern den Streckenverlauf zu mir erklärt. Viele waren da natürlich schon durch. Die Strecke hoch war orientierungsmäßig einfach, immer geradeaus bzw. dem Hauptweg folgend, auf der Startkarte sehr gut erkennbar, und im Text mit “dem Wanderzeichen Raute folgen, dann Waldschneise Gastrasse bis K2“ gut beschrieben.
Die fehlende Streckenkennzeichnung will ich damit bestimmt nicht relativieren, aber der Hinweis sei erlaubt, auch darauf, dass z.B. Gisela bei uns ihre allererste RTF/CTF auf der 31er Strecke ohne Orientierungsprobleme gefahren hat.
Ab K2 war es dann nicht so einfach, zumal ich behauptete, ab jetzt hängt wieder alles, was inzwischen aber nicht mehr stimmte. Also haben sich einige bei mir nach einer Extrarunde einen zweiten Stempel geholt. Tut mir wirklich leid . Ich habe ehrlich mit euch gelitten, obwohl mir selbst schon schweinekalt war.
Lieber Radwalter,
das es für dich die schlechteste aller WWBT-Touren war ist natürlich schade und ich hoffe du kommst beim nächsten Mal zu einer besseren Beurteilung. Aber das “selbst die vorhandenen Schilder an völlig widersinnigen Stellen angebracht waren“ kann doch nicht stimmen, oder? Dann hätte ja kaum einer ins Ziel gefunden. Und das deine Meinung “bestimmt die Ansicht der Mehrheit ist“, stellt sich im Netz so nicht dar. Ich habe unerwartet viele, gute Kritiken gefunden.
Das Markieren der Strecke mit Farbe, egal welcher Art, egal wo, auch auf den Wegen, ist uns in der Genehmigung ausdrücklich untersagt worden. Wir haben noch Tage vorher heiß und konträr diskutiert, ob wir uns nicht einfach darüber hinwegsetzen sollen. Aber wenn die Kennzeichnung so geplant entfernt wird, ist man machtlos. Auch der schönste Pfeil auf dem Waldweg ist in wenigen Minuten weggeharkt. Gegen Vandalismus und Dummejungenstreiche kann man sich einigermaßen schützen. Gegen eine geplante Aktion mehrerer Leute kaum.
Aber nochmal passiert uns das so nicht!
Denn bis dahin wissen “unsere Freunde“ dass sie sich strafbar machen und vor allem, dass wir sie auch erwischen. Aber auch darüber hinaus werden wir Vorsorge treffen, selbst wenn wir unsere Teilnehmer mit Führungsfahrern grüppchenweise durchreichen müssen.
Den Track fürs GPS habe ich auf vielfache eMailanfrage versandt. Auf unsere Seite wollte ich ihn nicht stellen bevor die endgültige, schriftliche Genehmigung vorlag und die bekamen wir erst kurz vorher. Von dem Genehmigungsmarathon, der am 03. Mai 2010 begann, machen sich wohl die wenigsten eine Vorstellung. Beim nächsten Mal gibt es den Track aber früher.
Dass die Anmeldung draußen war, kann für einen Radler, der sich für eine Dreistundenwintertour eingekleidet hat und noch nicht durchgeschwitzt ist, doch eigentlich kein Problem sein. Eher schon für unsere Leute an den Tischen, die dadurch Sitzplätze für euch im Warmen freigelassen haben.
Aber noch mal zu meiner Bitte um Mithilfe:
Jede Beobachtung zu Fahrzeugen und Personen kann uns weiterhelfen, unsere Beschwerde über die Störung unserer Veranstaltung qualifiziert und erfolgreich vorzutragen. Bitte weitersagen.
Danke und bis demnächst, in Waltrop, wieder bei uns, oder sonst wo.
Gruß Helmut
Bilder von der RCTF 2011 unter folgendem Link:
https://picasaweb.google.com/rsvhansasoest/1RCTFUmDenMohnesee2011#