Die Strapazen der steilen Anstiege in den Alpen wurden den fünf tapferen Radwanderern des RSV Hansa Soest mit herrlichen Ausblicken und entspannten Abfahrten belohnt.
Über die Alpen geradelt
Fünf Radsportler des RSV Hansa Soest machten sich auf den Weg nach Nizza.
In 14 Tagen 1657 Kilometer gefahren.Unvergessliche Eindrücke.
Sie erfüllten sich den Traum eines jeden Radfahrers: Fünf Radsportler des RSV Hansa Soest wagten sich in einer 14-tägigen Tour au die Überquerung der Alpen und der Weiterfahrt bis zum Mittelmeer ins französische Nizza. Mit von der Partie auf den insgesamt 1657 Kilometer, die über 17830 Höhenmeter führten, waren Wolfgang Korz, Theo König, Leonard Pletzers, Gerd Klasmeier und Peter Michel. Am 15. Juni ging es mit kleinem Gepäck über 177 Kilometer und 1700 Höhenmeter von Soest aus über Olpe bis nach Oberahr. Am zweiten Tag überquerten die Radwanderer per Fähre den Rhein. Über Wyhl am Kaiserstuhl passierte man am fünften Tag die deutsch-schweizerische Grenze in Basel. Bis zum sechsten Tag wurde die Tour kurzfristig durch fünf "Plattfüsse" und einen Speichenbruch aufgehalten. Ab dem siebten Tag wurde die Radreise durch Bergetappen zunehmend beschwerlicher. Ein Höhepunkt war die Etappe, die Michel und Co. Am neunten Tag über die zweithöchste Passstrasse der Alpen in Angriff nahmen. Der 45 Kilometer lange Anstieg zum Isseranpass über das bekannte Skigebiet Val d`Isere, führte die Sportler auf 2770 Höhenmeter. Zur Belohnung folgte eine 20 Kilometer lang Abfahrt, der aber erneut ein Anstieg zum Col de Madeleine über zwei Kilometer folgte. Die Abfahrt führte nach Lanslevillart. Am elften Tag erreichten die Radsportler Brianeon, die mit 1321 Meter höchstgelegene Stadt Europas. Am Tag darauf folgte erneut ein höhentechnischer Superlativ. Über die höchste Passstrasse Europas, den Restefondpass, ging es über einen Aufstieg von 22,5 Kilometer zum Bonettpass auf 2802 Höhenmeter. Belohnt wurden das Radsportquartett mit einer herrlichen Abfahrt durch das Tal der Tinee und Var, die ins Mittelmeer mündet In Nizza stand dann sommerliches Vergnügen mit einer Stadtbesichtigung und Badespass an der Cóte d´Azur auf dem Programm. Die Rückfahrt nach Soest war für die RSVer weniger beschwerlich. Sie nahmen im Begleitfahrzeug Platz, das ihnen ab dem Genfer See zur Verfügung stand.